Myanmar: Neue schwere Unruhen im Westen des Rakhine-Staats

Überfälle der „Arakan Rohingya Salvation Army“ auf 30 im Grenzgebiet zwischen Myanmar und Bangladesch gelegene Polizeistationen am 24. und 25. August haben zu den seit Jahren schwersten Unruhen im Westen des Rakhine-Staats geführt. Die „Salvation Army“ ist ein loser Zusammenschluss bewaffneter Untergrundkämpfer der Rohingya-Minderheit.

Die Sicherheitskräfte haben mit großer Härte auf die Überfälle reagiert: Medien berichten von über hundert Toten seit Beginn der jüngsten Auseinandersetzungen. Siedlungen der Rohingya wurden zerstört, viele Rohingya versuchen wieder, ins benachbarte Bangladesch zu fliehen.

Die muslimischen Rohingya sind eine im Norden und Westen des Rakhine-Staats lebende ethnische und religiöse Minderheit: Da Myanmar ihnen die Staatsbürgerschaft verweigert, sind sie staatenlos. Übergriffe auf Siedlungen der Rohingya haben in den letzten Jahren eine Flüchtlingswelle innerhalb des Staates und Richtung Bangladesch ausgelöst, andererseits die Radikalisierung insbesondere bei vielen Jugendlichen gefördert.

In seinem letztmalig am 26. Juli aktualisierten Sicherheitshinweis informiert das Auswärtige Amt über die Gefahr von möglichen Unruhen im Staat und schreibt wörtlich:

„Es kommt immer wieder zu ethnisch motivierten Zusammenstößen im Rakhine State. Der Ausnahmezustand im gesamten Rakhine State wurde aufgehoben. In einigen Teilen bestehen jedoch abends Ausgangssperren.“

Aktuell reisen aus Gründen der saisonalen Nachfrage keine Gäste von uns in Myanmar. Die nächsten Reisen nach Myanmar beginnen wieder ab dem 16. September.

Wir bieten seit Herbst 2012 keine Reisen mehr in den von den Unruhen betroffenen Westen des Rakhine-Staates an. Unsere Aufenthalte in diesem Staat beschränken sich auf Badeverlängerungen im weit vom aktuellen Unruheherd entfernten Ngapali Beach.

Nur ein sehr kleiner Teil von Myanmar ist von den Unruhen betroffen: Wir gehen daher davon aus, dass wir alle in den nächsten Wochen und Monaten beginnenden Myanmarreisen einschließlich der Verlängerungsaufenthalte in Ngapali Beach wie geplant durchführen können.

Es besteht daher kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung unserer Myanmarreisen.

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