Aegypten: Weitere Eskalation der Gewalt moeglich

Die innenpolitische Lage in Aegypten hat sich nach dem Sturz von Staatspraesident Mursi am 3. Juli weiter zugespitzt. Bei einer Schießerei zwischen Anhaengern der Muslimbrueder und einer Armee-Einheit sind vor einer Kaserne der Republikanischen Garde in Kairo am 8. Juli morgens ueber 40 Menschen ums Leben gekommen. Vertreter der im Machtkampf der letzten Woche unterlegenen Muslimbrueder haben ihre Anhaenger zudem zu weiteren Großdemonstrationen aufgerufen. Auch bei den von Uebergangspraesident Adli Mansur geleiteten Gespraechen zur Bildung einer neuen Regierung konnte bisher kein Ergebnis erzielt werden.

In Reaktion auf die juengste Eskalation der Lage hat das Auswaertige Amt am 8. Juli seinen Sicherheitshinweis deutlich verschaerft. Das Amt raet nun mit Ausnahme von Badeaufenthalten am Roten Meer dringend von allen Aegyptenreisen ab und schreibt woertlich:

Von Reisen nach Aegypten, insbesondere in das Nildelta, auf den Sinai sowie in das aegyptisch-libysche Grenzgebiet, wird in der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der sehr unbestaendigen Sicherheitslage dringend abgeraten. Dies gilt auch fuer die Touristenzentren in Oberaegypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten). Es gilt nicht fuer Reisen in die Touristengebiete am Roten Meer auf der Festlandseite AEgyptens und auf dem Sinai im Kuestenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba. Der Transit ueber den Internationalen Flughafen Kairo ist moeglich; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Vor Reisen in den Nord-Sinai und das aegyptisch-israelische Grenzgebiet wird aktuell gewarnt.

Ueberlandfahrten zwischen den oben genannten Staedten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte ausschließlich auf Flugverbindungen zurueckgegriffen werden. Von naechtlichen UEberlandfahrten wird generell dringend abgeraten.

Seit dem 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militaer den aegyptischen Praesidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als UEbergangspraesidenten eingesetzt. Am 5. Juli 2013 kam es u.a. in Kairo und Alexandria zu sehr gewalttaetigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten. Am 7. Juli 2013 haben beide Seiten erneut Großdemonstrationen abgehalten. Die Lage bleibt auch weiterhin sehr unuebersichtlich, eine weitere Eskalation der Gewalt ist nicht auszuschließen.“
Aktuell reisen aus saisonalen Gruenden keine Gaeste von uns in AEgypten. Die naechsten Abreisen sind erst wieder ab dem 18. Oktober geplant.

Nach aktuellem Lage-Stand koennen wir unsere ab Oktober geplanten AEgyptenreisen nicht durchfuehren. Wir werden daher jeweils bis spaetestens zwei Monate vor Reisebeginn entscheiden, ob die Situation vor Ort eine Durchfuehrung der Reisen ermoeglicht.

Alle unsere Aegypten-Gaeste erhalten den jeweils aktuellen Sicherheitshinweis des Auswaertigen Amtes bei Buchung und mit ihren Reiseunterlagen. Sie sind somit grundsaetzlich ueber die anhaltend angespannte Lage in AEgypten informiert. Wir werden zudem umgehend alle im Herbst 2013 gebuchten Gaeste per Rundschreiben ueber die aktuelle Situation im Land und darueber informieren, dass nach aktuellem Stand eine Durchfuehrung der AEgyptenreisen aus Sicherheitsgruenden nicht moeglich ist.

Allen unseren Aegypten-Gaesten hatten wir unabhaengig von der juengsten Eskalation ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Abreise angeboten. Zudem koennen ab sofort und bis zu einer nachhaltigen Lage-Entspannung alle bis zum Jahresende gebuchten Aegyptengaeste ihre Reise auch kostenlos stornieren. Quelle: Studiosus Reisen

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